Nun gibt es ihn seit 60 Jahren - den österreichischen Nationalfeiertag. 10 Jahre zuvor wurde das Gesetz zur österreichischen Neutralität beschlossen. Damals ein Kompromiss, um den Abzug der Besatzungsmächte zu erreichen.
Jahrelang als Institution gefeiert, die uns, wie erwähnt, Freiheit brachte. Nicht nur das, dient und diente die Neutralität für ein gewisses Wohlbefinden in der österreichischen Bevölkerung. Militärische Sicherheit mit eingeschlossen. Doch klappt das heute noch? Können wir uns sicher fühlen? Wie sieht es mit den aktuellen Bedrohungen, welche vom Osten ausgehen, aus? Sind wir gerüstet?
Letzteres ist sicherlich mit einem Nein zu beantworten. Alleine können wir gar nichts unternehmen. Man - Österreich - hat sich jedoch ein Hintertürchen offen gelassen. 2009 wurde die sogenannte Beistandsklausel im Vertrag der Europäischen Union festgeschrieben (Artikel 42 Abs. 7). Im Falle eines "bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats" sind die anderen EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, den Mitgliedstaat zu unterstützen.
Das heißt aber nicht, dass dies mit militärischen Mitteln erfolgen muss. Dies wurde deshalb festgehalten, damit neutrale Mitgliedstaaten unter Wahrung ihrer Neutralität diese Beistandsklausel erfüllen können.
Wir steht es aber mit unserer Neutralität wirklich? Brauchen wir sie noch? Das Bauchgefühl und die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher sagt ja. Was bringt uns aber ein Bauchgefühl? Nichts. Wir sagt man aber so schön - wir brauchen's zwar nicht aber es ist schön es (die Neutralität) zu haben.
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